Über walchstreet

walchstreet beginnt für mich nicht mit der Frage, welche Form ich erschaffen möchte.

Es beginnt mit einer Geschichte, einer Erinnerung oder einem Gefühl, das ich festhalten will.

Meine Eltern wohnen in Frankreich, und ein Teil meines Lebens ist dort gewachsen. Der Morgen war für mich schon immer ein besonderer Moment: der Beginn des Tages, das Frühstück, die erste Ruhe, bevor alles andere anfängt. Ein Croissant war dabei nie nur ein Gebäck. Es hat diesen Moment versüßt und ihm etwas Eigenes gegeben.

Aus diesem Gefühl entstand L’Aube - ein Objekt über den ersten Moment des Tages, über Genuss, Ruhe und den kleinen Luxus eines Morgens.

Le Minuit erzählt von einer anderen Stimmung. Ich war nie der typische Partymensch. Für mich steht eine Flasche Wein nicht nur für Alkohol oder Ausgehen. Sie steht für einen Abend, für ein Date, für Nähe, für Gespräche und für den Moment, bevor etwas beginnt.

Die Flasche ist geschlossen. Der Abend liegt noch vor uns.

So entstehen die Werke von walchstreet: nicht aus dem Wunsch, einfach Gegenstände abzubilden, sondern aus dem Versuch, eine Geschichte sichtbar zu machen.

Die Form kommt erst danach.

Der Beobachter

Hinter walchstreet steht kein fertiges Atelier und kein perfekter Prozess, sondern der Versuch, aus Beobachtung, Form und Bedeutung etwas Eigenes entstehen zu lassen.

Ich sehe mich weniger als klassischen Künstler, sondern eher als jemand, der Momente festhält, die sonst vielleicht übersehen werden.

  • Warum diese Formen?

    Ich wähle keine Formen aus, nur weil sie schön aussehen.

    Mich interessiert, was sie auslösen können. Ein Croissant kann für einen ruhigen Morgen stehen. Eine geschlossene Flasche für den Moment, bevor der Abend beginnt. Eine Figur oder eine Stellung kann etwas über Kontrolle, Spannung oder Entscheidung erzählen.

    Ein Werk von walchstreet soll nicht laut erklären, was es ist. Es soll Raum lassen. Für Erinnerung, für eigene Gedanken und für den Moment, in dem man etwas darin erkennt.

  • Gold als Hinweis

    Die Goldakzente sind bei walchstreet nicht nur Dekoration.

    Sie zeigen, wo man hinschauen soll. Manchmal markieren sie den Anfang einer Geschichte, manchmal den Genuss eines Moments oder den Punkt, an dem etwas wichtig wird.

    Gold gibt dem Objekt Aufmerksamkeit. Es macht sichtbar, was sonst vielleicht übersehen worden wäre.

  • Limitierte Editionen

    Die Werke entstehen bewusst nur in kleinen Auflagen.

    Nicht jeder Moment soll endlos wiederholt werden. Manche Dinge dürfen begrenzt bleiben, damit sie besonders bleiben.

    Für mich ist jede Edition ein kleines Kapitel. Wenn eine Edition abgeschlossen ist, macht sie Platz für neue Formen, neue Ideen und neue Geschichten.

  • Von Hand gemacht

    Jedes Werk wird gegossen, geschliffen und von Hand vollendet.

    Der Prozess ist nicht immer perfekt. Genau das macht ihn ehrlich. Es gibt Versuche, Fehler, Verbesserungen und viele kleine Entscheidungen, bevor ein Werk fertig ist.

    Am Ende soll jedes Objekt ruhig, hochwertig und bedeutungsvoll wirken - aber trotzdem spürbar von Hand entstanden sein.

walchstreet ist mein Versuch, Dinge festzuhalten, die sonst vielleicht einfach vorbeigehen würden